Dober Dan Slovenija

One of my favorite countries I’ve visited is Slowenia. To explore the beauty and abundance of nature here is a wonderfull experience. I get deeply touched from the colors of water and sky. The clear and fresh air opens up the lungs and invite you to breath deeper. With every breath I could feel the connection with the whole being.

The local people are very kind and helpful, but not at all pushy. I felt very safe to move around alone as a women. I found miraculous spots to sit, dwell and meditate.

I highly recommend the Soca trail and the camping areas close by.

Slovenia is so small but so reach of variety. A place to stay or to visit again for sure. Enjoy the pics..

A paradise for paragliders

Tolmin liegt am südlichen Rand der Julischen Alpen. Hier fließen die beiden Flüsse Soca und Tolminka zusammen. Es gibt unzahlige Wasserfällen in steilen Bergtälern. Die Altstadt von Tolmin und eine alte Burgruine können hier besichtigt werden. Immer wieder findet man Überreste aus dem ersten Weltkrieg. Beim durchschlendern der Gassen kann man hin und wieder mit Einheimischen ins Gespräch kommen.

Soca Trail

Gedanken zum Älter werden..

Diese Tage sagte jemand zu mir ich sei alt geworden, es wären viele Falten in meinem Gesicht und so hübsch wie ich einmal war sei ich auch nicht mehr..

Eine klare und wahre Aussage!

Was diese mit mir macht und was ich für mich daraus mache ist das Ergebnis von 50 Jahren Lebenserfahrung und 30 Jahren auf dem Yoga-Weg zu sein.

Natürlich macht so eine Aussage im ersten Moment etwas mit mir als Frau. Doch dieser kleine Moment des Getroffen–seins kann glücklicher Weise sehr schnell umgewandelt werden in die Tatsache, dass diese Meinung eine subjektive ist, dass es wichtigere Werte gibt als das äußere Erscheinungsbild und dass die äußere Form nur Täuschung ist. Mir steht der Zugang zu etwas größerem offen, die Verbindung zu meiner wahren Essenz. Ich darf mich in dem Seins-zustand von Fülle erleben. Äußere Begebenheiten erscheinen auf der Bildfläche und lösen sich wieder auf. Wie lange sie die Möglichkeit haben wirksam zu sein und wie viel Macht und Raum sie von uns bekommen, hängt ganz alleine davon ab, wie viel wir ihnen davon zur Verfügung stellen und wie sehr wir uns mit ihnen identifizieren.

Ich bin gerne fünfzig und möchte das gleiche auch mit sechzig, siebzig und achtzig sagen können. Vielleicht auch noch mit neunzig 😉

Wir werden als Säuglinge geboren, klein und schrumpelig, wachsen heran und durchlaufen die unterschiedlichen Lebensphasen, die alle ihre ganz eigene Berechtigung haben in den Wachstum zu gehen. Ich finde es wunderschön die Möglichkeit zu haben durch diese Vielfalt an Entwicklungsstufen bewußt gehen zu dürfen. Es ist das Geschenk, welches das Leben für uns bereit hält. Jede einzelne Falte in meinem Gesicht, jedes weiße Haar ist ein Teil davon und kann vielleicht sogar eine Geschichte dazu erzählen.

Danke für die Möglichkeit mich mit diesem Thema auseinander setzen zu können und dadurch in eine noch inniger und tiefere Beziehung zu mir selbst und der göttlichen Essenz treten zu können.

Wenn du das Foto groß zoomst erkennst du meine Falten noch etwas besser. Sie bestehen aus vielen durchlebten Gefühlen unterschiedlichster Art.

Om Namah Shivaya

💜🙏🏼💜

Auf nach Ungarn – Ruhe und tiefe Verbundenheit

Ég és föld között – zwischen Himmel und Erde

Eine wunderschöne Begebenheit lockt mich an. Das SUNDEER Festival. Ein weiteres schamanisches Treffen, etwas kleiner und noch familiärer als die KIVA. Teilweise kommen die selben Menschen, denen ich schon in Holland begegnet bin. Ich freue mich sehr darauf. Und Ungarn ist ein Land, das mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Wahrscheinlich hätte es noch eine ganze Weile gedauert hier her zu reisen, wenn dieses Festival nicht gewesen wäre und ich nicht mit so viel Zeit und so entspannt unterwegs hatte sein dürfen.

GOING THERE

Mein erster Stop war Leipzig. Eine so schöne Stadt in die ich mich noch bevor ich überhaupt richtig drin war voller Entzücken verliebt habe. Die Mischung aus Alt und Neu, die hinter den Mauern zu spürende Geschichte der Stadt, eine Mischung aus Kultur und Natur und letztendlich ein wohliges Gefühl.

Danach ein kleiner Abstecher kurz vor Dresden bei meiner Freundin Miri, die sich mal eben in einem Schloss niedergelassen hat. Etwas abgeschieden und inmitten der Natur liegt dieser Herrschaftssitz. Eine Kooperative die mit viel Engagement das Anwesen in Schuss hält und immer wieder tolle Events für oft nur einen kleinen Beitrag oder eine Spende anbietet. Schau dir gerne mal die Angebote an. Vielleicht ist etwas für dich dabei. Den Bewohnern vom Schloss Gersdorf wünsche ich für die anstehenden Projekte von Herzen alles Gute. http://schloss-gersdorf.org/

Dann durch das märchenhafte Prag, auch eine Reise wert!

Eine traumhafte Landschaft durfte ich auf der Strecke durch Tschechien und die Slowakei erleben. Teilweise erinnerte es mich mit seiner hügeligen Landschaft in saftigem Grün soweit das Auge reicht an die Toskana.

SUNDEER

Auf geht’s in einen Teil des nördlichen ungarischen Mittelgebirges, im Karpatenvorland. Nach längerem Suchen über Schotterstraßen, die für meinen Caddy nicht mehr befahrbar waren und im Nichts endeten und fast schon verzweifelten WhatsApp Nachrichten an den Organisator fand ich das Festival-Gelände in der Nähe von Börzsöny. Erleichterung! Es gibt auch einfache Wege wenn man sich nicht nur auf Google maps verlässt.

Eine faszinierende Landschaft vulkanischen Ursprungs. Der perfekte Platz um sich mit den Elementen zu verbinden, die Kraft der Erde zu spüren und frei zu atmen.

Also zuerst mal anmelden, einen Platz finden und die Lage checken..

Der Tagesablauf war etwas anders als bei der KIVA. Anstelle der KIVA Zeremonie gab es viel mehr Workshops. Schwitzhütten-Zeremonien wurden jeweils am Morgen um 6 Uhr und am Abend um 20.00 Uhr mit vier Runden, oder „Türen“, durchgeführt. Das Programm wurde jeden Tag auf ganz simple Weise und je nach Begebenheiten angebracht.

Einen kleinen Vermerk zu meiner Ankunft möchte ich noch machen. Denn ich nahm die Stimmung bedrückt und verhalten wahr, konnte aber nicht einordnen woran es lag. Nach meiner ersten Zeremonie mit der Medizinfrau Carola Esparza aus Chile wurde mir klar, dass etwas vorgefallen war. Am Vortag kamen drei koreanische Teilnehmer bei einem Zugunglück ums Leben. Die auf dem Festival Anwesenden hatten nach dem sie vom Unfall erfahren hatten noch am selbigen Abend eine Trauer-Zeremonie abgehalten. Die Art wie während des gesamten Festival mit dieser Stadt bewegenden Situation umgegangen wurde war für mich besonders zu erleben. Es ging darum, den Lauf des Lebens mit all seinen Formen anzuerkennen und anzunehmen. Das Miteinander-sein hatte vielleicht auch dadurch etwas derart Verbindendes, Spirituelles und Herzliches.

In friedlichem Gedenken an die von uns Gegangenen 🙏🏽

Gebetsbänder am Zeremonien-baum

Meine Begegnungen mit den Elders waren sehr innig. Ich nahm an verschiedenen Zeremonien mit Wiruungga Dunggiirr und Peet Lalleman Garra teil. Garra berührte mich besonders mit ihrer Wasserzeremonie, bei der wir unsere Gebete dem Wasser übergaben und sie anschließend eine Waschung von Händen, Gesicht, Nacken und Füßen eines jeden Teilnehmenden damit durchführte. Die Magie und der Zauber der darin steckte lässt sich nicht in Worte fassen.

Eine weiteres beeindruckendes Erlebnis war die Cacao Ceremony nach der Toltek Tradition mit Tai und seiner Tochter Sunflower aus Mexiko. Beide haben eine so feine, ruhige und liebevolle Art und Ausstrahlung.

Mit Ragnar Johansen einem Runen-Meister aus Norwegen durfte ich in Kontakt mit den Runen kommen, die ihm, wie er beschreibt liebe Freunde sind, denen er mit großem Respekt begegnet. Ein sehr naturverbundener und einfacher Mensch.

Erwähnen möchte ich auch die liebe Joana-Maria Schönheit aus Rumänien. Unser tiefgehendes Gespräch hat mir neue Wege eröffnet. Liebe Joana-Marie, die Feuerzeremonie habe ich gemacht. In Liebe und Dankbarkeit!

Hier noch eine kleine Fotogalerie vom Festival..

Ich verbrachte noch zwei weitere Tage auf dem Sundeer Gelände. Als ich mich vom Zeremonien-baum verabschiedete kam eine warme sanfte Briese auf. Ein schönes Zeichen um weiter zu ziehen..

MOVING ON

In der Nähe von Budapest nahm ich an einer Einweisung und Einweihung in Magnified Healing® einer energetischen Schwingungsheilmethode mit Garra teil. Mit anderen ungarischen Teilnehmern verbrachten wir sehr intensive Tage des Lernens.

Wiruungga malte währenddessen seine Bilder nach aborigines Art. Eines davon suchte ich mir zum Andenken an die letzten Tage und Wochen aus. Wiruungga bietet sehr individuelle Reisen in seinem bunten Reggae-Bus in Australien an. http://dreamtimewalkabout.com/

Budapest Zentrum

Von der bisherigen Reise ist Budapest meine Lieblingsstadt. Der Kontrast zwischen Arm und Reich wirkt sehr authentisch. An jeder Ecke lauert eine Überraschung und die Faszinierendsten begegneten mir am späten Abend. Beim überqueren der ältesten Kettenbrücke Ungarns, die über die Donau führt, offenbaren sich glitzernde angestrahlte Bauwerke. Über dem weit entfernten Parlament flogen unzählige schillernde Funken. Wie ich heraus finden konnte sind es wohl Seemöven, die vom Licht angezogen werden und darüber fliegen. Dort auf der Brücke stehend kam ich mir etwas vor wie eine Prinzessin mitten in einem Märchen. Verliebt in die Schönheit dieser Stadt.

Leider kann ich keine Fotos davon präsentieren. Meine Kamera ist für Nachtaufnahmen nicht geeignet. Auf folgender Seite kannst du dir dafür welche anschauen .. http://m.ipernity.com/#/doc/rudi_valtiner/42563768

Balaton – Plattensee

Die Ferienzeit in Ungarn ist zu Ende und ich darf ruhige Tage am und um den See verbringen.

Zagreb

Bevor es weiter geht zu neuen Eroberungen noch ein kurzer Stop in Zagreb..

Insel Krk und Rijeka

Von diesem Reiseblog möchte ich mich mit einer Erinnerung an die kleinen Begebenheiten, die uns jeden Tag geschenkt werden bedanken. Und auch wenn es leicht gesagt ist, weil ich gerade auf Reisen bin, weiß ich doch, dass diese uns immer und überall begegnen wollen. Halte deine Augen dafür offen, sehe sie, atme sie und genieße sie.

🌸

Simple is so beautiful

Sit and relax

After six weeks moving around with my Caddy it’s time to say good bye. Still I have to much stuff carrying around. I want to be more light and flexible.

Es war schon eine Herausforderung mit einem Erdgas Caddy herum zu reisen.

In Kroatien gibt es sage und schreibe ZWEI Erdgas-Tankstellen. Beide befinden sich im Norden des Landes. Die eine in Zagreb und die zweite in Rijeka. Und mit einem Zusatz-Benzintank von 10l, mit dem ich ganze 80 km weit komme, ist das nicht viel. Die Option ein/ zwei Benzinkanister ins Auto zu stellen hatte ich vor drei Jahren auf Sardinien. Da gibt es nur eine einzige Erdgas-Zapfsäule. Das hatte zu bedeuten, dass ich mit Benzingeruch schlief und anschließend mein Katalysator durch geschmort war, wieso auch immer. Der Tank und Auspuff meines Caddys hängen extrem tief. Also meine geliebten Rocky-Roads, die mich an einsame Schlafplätze inmitten uriger Natur bringen, bleiben leider aus. Backpacking, Zelt, outdoor, und Wärme stehen jetzt an.

Wir hören uns bald wieder. Und ich berichte euch auch noch von den schönen Spots und Erlebnisse der letzten sechs Wochen.

Love and light 💜🙏🏼💜

KIVA.. von Schamanen und Weisheitshütern

Dass meine Reise nicht zu einem Sightseeing-Event werden soll war mir und wahrscheinlich auch den mir Nahestehenden von Anfang an klar. Und als meine Freundin Martina mir etwa sechs Monate vor meiner Reise von der KIVA in Holland erzählte war ich mir sicher, dass ich genau dort beginnen möchte. Ganz gleich was in den Wochen davor oder in der Zeit danach geschehen werde.

Etwas riskant, mit loderndem Feuer in mir und dem Wunsch, dass die Reise nun endlich los geht war es, als ich mich auf den mit einem Bänderriss doch langen Weg nach Holland machte. Aber es sollte so sein. So wie all unsere Entscheidungen Wegweiser sind und uns genau zu diesen Erfahrungen bringen, die wir gerade brauchen, um vielleicht ein Stück zu wachsen, Erfahrungen zu vertiefen, noch ein paar weitere Runden im gleichen bullshit zu drehen in dem wir uns schon eine ganze Weile herum suhlen, um doch irgendwann den Weg nach draußen zu finden.. Ganz gleich, Hauptsache wir sind in Bewegung und bleiben nicht stehen.

Und nun zur KIVA.

Was bedeutet das eigentlich? Ein Zusammentreffen indigener Stammesoberhäupter und Weisheitshüter aus der ganzen Welt, die die Erde retten wollen, und dann? Schamanische Riten und Zeremonien und was soll das genau sein? Oder eine Zusammenkunft von einer Herde Hippies?

Als ich dort ankam, an einem Waldgrundstück mit ein paar wenigen sanitären Anlagen und Menschen, die am Aufbauen von Zeltkonstruktionen mitten im Wald waren, wusste ich, dass es sich hier nicht um ein Luxury Camp handeln werde. Das gefällt mir. Very basic! Just in contact with nature.

Wie ich mir angelesen hatte, wusste ich bereits, dass es am Morgen und am Abend jeweils zwei Schwitzhüttenrunden geben würde. Eine Schwitzhütte, oder „Temazcal“, wie sie hier, aus dem mesoamerikanischen Raum genannt wird, hat nicht viel mit einer Sauna oder einem Dampfbad gemeinsam. Es wird heiß und man schwitzt. Ansonsten ist alles anders. Das ganze Prozedere ist an zeremonielle Abläufe gebunden, die als Therapieform und zur Heilung von Krankheiten und zur Reinigung von Altem, dass wir dankbar verabschieden, um Neues in unser Leben einzuladen dient. In einer Temazcal ist es dunkel, wie im Bauch der Mutter Erde. Wir können hier Geborgenheit finden und es regt uns zu Selbsterfahrungsprozessen an, durch die jeder Anwesende während dieser Tage nach eigenem empfinden gehen kann.

Was mir daran besonders gefällt ist auf der bloßen Erde zu sitzen und deren Beschaffenheit und Temperatur zu spüren. Und auch die Verbindung zum Feuer das vor der Schwitzhütte brennt, um die Steine, die für unsere Ahnen stehen zu erhitzen, damit sie ihre Wärme an uns weiter geben können.

Eine KIVA ist ein Zeremonien und Versammlungsraum der Pueblo – Kulturen. Dieser Platz wurde hier mitten im Wald kreisrund in die Erde gegraben um während der vier Tage das heilige Feuer, das durchgehend brennen würde, um die Zeremonien der Elders, Schamanen und Weisheitstragern zu beherbergen.

Viel mehr möchte und kann ich zu all dem kaum sagen. Aus vielen zusammentragenden Händen ist dann eine kleine Community des Miteinander und Füreinander da seins, des Verantwortung tragens für jeden einzelnen und unsere Mutter Erde geworden. Es wurde gebetet, gesungen, getrommelt, getanzt, sich umarmt und lieb gehalten, gemeinsam durch Wassernot in den Toiletten und beim Kaffeekochen gegangen, ohne darüber zu lamentieren, herzliche Gespräche gehalten, Empfindungen und Eindrücken ausgetauscht, Kontakte geknüpft, gemeinsam geschwitzt, gekocht, gegessen, getrunken, gespült und noch einiges mehr.

Ich durfte viel erfahren und lernen, kam an eigene Grenzen und neue Erkenntnisse.

Ganz besondere Momente erlebte ich in der KIVA und bei einzelnen Workshops, die von den Elders und Schamanen am Nachmittag angeboten wurden.

Shirley Djukurna der Krenak berührte mich durch ihre kraftvolle und ausdrucksstarke Art. Sie nahm uns durch traditionelle Sprechgesänge ihres Stammes mit auf eine ganz besondere Reise zu unserer eigenen Verbundenheit mit der Erde. Und so wurden wir während dieser Tage reich beschenkt.. auch mit sehr viel Regen.

Shirley mit ihrer Tochter

Einige der Fotos stammen aus öffentlichen Quellen, da das benutzen von Smartphones und Kameras während der Zeremonien nicht erlaubt ist.

Weitere Infos findest du auf der offiziellen KIVA Seite: https://www.kiva-netherlands.nl/

Ahe Mitakuye Oyasin 🙏🏽

Vom Loslassen und was dann..?

Es gibt unzählige Wege sich auf eine lange Reise, ein Sabbatical oder in eine Auszeit zu begeben. Ich habe einige Berichte gehört und gelesen und jeder ist ganz individuell. Ebenso der meine..

Als ich beschlossen hatte wieder auf Reisen zu gehen, gab es doch ziemlich viel zu überlegen, zu planen und zu organisieren. Mit einem Jahr Vorlauf ließ ich mein Gehalt auf die Hälfte reduzieren, um weiterhin während meiner Auszeit durch meinen Arbeitgeber unterstützt zu werden. Mega!!! Vielen Dank für das geniale Entgegenkommen und die Möglichkeit mich aus meinem Aufgabenbereich lösen zu können… Dass mir unterdessen meine Wohnung gekündigt wurde war überraschend und unerwartet, doch nach kurzem rein spüren und überlegen doch ein Geschenk. Dadurch habe ich auf meiner Reise weniger finanzielle Verpflichtungen und es bedeutet ein weiteres Stück Ungebunden-sein und FREIHEIT

Dass dieses FREI SEIN ein komplett neues Erleben und Erfahren der eigenen Bedürfnisse und Begrenzungen sein wird, war mir nicht von Anfang an bewusst. Doch darüber an späterer Stelle mehr ❤️🙏❤️

Nachdem meine Möbel und die sonstigen Habseligkeiten in der Garage meiner Tante verstaut waren und der Berg an wichtigen Dingen, die mit auf die Reise sollten nach mehrmaligem aussortieren immer kleiner wurden, konnte es doch losgehen..

Nach meiner Abreise aus Heilbronn ging es erstmal nach Oedheim. Ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Heilbronn.

Die ersten Tage in meinem Caddy..

.. ausgestattet mit einem Bett, meinem Fahrrad, einer Box mit Büchern, einer Kiste mit Lebensmitteln, einer weiteren mit Kochutensilien, ein paar Instrumenten, einem Campingstuhl, einem Wasserkanister und sonstigem Krimskrams. Nicht zu vergessen meinem kleinen Altar, der sich schon während den ersten Wochen mit einigen kleinen Schätzen gefüllt hat.

In Oedheim fand ein jährliches Treffen unter Freunden statt. Ein kleines, mal eben errichtetes Lager direkt am Fluss, mit viel Kreativität, herzlichem Miteinander, Musik, Spiel, Kochen, Lachen, Tanzen… So fröhlich, dass ich aus beschwingtem Tanz in der zweiten Nacht ein paar Treppenstufen übersah und mir dabei einen Bänderriss zuzog.

Hmm, nicht so geschickt wenn man gerade dabei ist seine Weltreise anzutreten… Aber nichts geschieht ohne Grund. Ich darf jetzt langsam tun, zur Ruhe kommen und mich einlassen.. Und um das zu lernen werde ich in den nächsten Wochen noch sehr bewusst in die Innenschau gehen dürfen..

Nach ein paar Tagen Auftanken und Fuss ruhig stellen bei Mama konnte ich zum Glück Auto fahren und in den Norden starten. Zumindest mal los. Wenn auch nicht gleich mit großen Wander- und Radtouren..

Ein kurzer Stop bei den Externsteinen.. https://www.externsteine-info.de/

Dann weiter an die Nordsee.. Etwas Zeit mit dem Nordmann..

Ich wohne jetzt tatsächlich im Caddy. Selbst in meinem Ausweis steht, dass ich keinen Wohnort mehr in Deutschland habe. WELTENBÜRGERIN

Schon komisch, so ganz ohne Zuhause… Zu dem man irgend wann, wenn man gerade möchte wieder zurückkehren kann..

Mal ganz praktisch:

Die gewohnte Morgenroutine fällt weg. Da ist kein Badezimmer mit Toilette das nach dem Aufstehen auf mich wartet und keine Küche mit fließendem Wasser und Strom um den morgendlichen Kaffee aufzubrühen.

Also am besten waldnah plazieren um mit Schaufel und Wasserflasche meinen ersten wichtigsten Bedürfnissen nachgehen zu können. Schauen dass der Kanister immer nachgefüllt ist. Den Schlafplatz schon bei Tageslicht abchecken.

Das Kaffeemachen auf dem Kocher wird zum Glück schnell zur Routine 😊

Ein guter Tipp zum Finden eines guten Stellplatzes ist die App: https://park4night.com

Als nächstes berichte ich euch von meiner Tour zu den Schamanen nach Holland und Ungarn..

Bis dahin Licht und Liebe 🙏

Sandhya

Hey…

Ein kleines Lebenszeichen..

Ich bin dabei, mich an das Unterwegs-sein zu gewöhnen und mein Zuhause gaaanz langsam in mir zu finden.

Ich werde mich bald ausführlicher melden. Jetzt gerade tut mir die Zeit des Treiben-lassens ohne Verpflichtungen zu haben gut. Nachdem ich mir ein Band meines Sprunggelenks gleich am zweiten Tag meiner Reise angerissen habe, verläuft alles anders als gedacht. Gut so! Denn das Leben gibt uns genau die Aufgaben, die wir für unseren Wachstum brauchen.

Ach ja,.. Es geht mir wunderbar!

Kisses und bis bald 😘

Der Countdown läuft..

BUGA Heilbronn 2019

Noch drei Tage bis zu meiner Abreise in einen neuen Lebensabschnitt.
Alle Vorbereitungen sind soweit getan. Ich habe meine Yogakurse abgeschlossen, mich von den Kindern, Kollegen, Freunden verabschiedet, meine Wohnung leer geräumt und hoffentlich alles, was für die lange Reise vorzubereiten war erledigt.
Ich werde mich von der Wohnung zuerst einmal auf meinen Caddy reduzieren und in den Norden fahren. Ein eher unübliches Ziel für mich als Sonnenanbeterin und Wassernixe, aber genau danach fühle ich mich jetzt. Und die Vorfreude nach neuen Lebenssituationen und neuen Eindrücken ist groß.
Irgendwann wird dann der Moment kommen, an dem ich mir den Rucksack aufschnalle und in den Flieger steige. Wohin auch immer 🤗

Danke an Christel

Dieses zauberhafte Foto hat meine Nachbarin Christel vor zwei Tagen von meinem Haus gemacht. Es war nur ein kurzer Moment in dem sie dieses Herz hat einfangen können. Sie hat es mir dann zum Abschied zukommen lassen.
Diese kleinen und doch so großen Aufmerksamkeiten berühren mich tief in meinem Herzen. Sie zeigen mir, wie besonders es ist, wenn wir aufmerksam sind und uns Zeit nehmen.
Die besonderen Momente im Leben geschehen nicht nur auf großen Reisen oder indem wir Außergewöhnliches tun. Es sind diese kleinen Momente, die sich in unseren Alltag einschleichen und so oft von uns übersehen werden, weil wir „beschäftigt“ sind.
Nimm dir doch auch du heute die Zeit, auf diese kleinen Dinge zu achten und ihnen deine uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken. Vielleicht möchtest du einen dieser Momente mit mir teilen.. Sehr gerne!

Erbsen und mehr..

Was gebührt diesem Platz mehr als eine zünftige Erbsensuppe und eine Feuerzeremonie?

Letzter Tag vor der Abreise..

Ich habe meinen Tag mit einer letzten Fuhre „Kleinkruscht“ in mein Garagenlager bringen und den Caddy reisefertig machen verbracht. Nebenher köchelten die vom Vortag eingeweichten Erbsen in meinem kleinen Reisekochtopf.

Ich schmeiße so ungern Lebensmittel weg. Bis auf diese getrockneten Erbsen habe ich das meiste in den letzten Wochen verwerten können oder an Freunde und Familie verschenkt.. eben bis auf diese köstlichen Erbsen! Dafür wurden sie heute besonders gewürdigt. Und Basic Food passt zu einer Zeremonie.

Nach dem Essen haben meine Freundin Nicole und ich die Opfergaben meines Haustempels mit Gebeten dem Feuer übergeben. Ein Sammelsurium aus getrockneten Rosenblättern, Tannenzapfen, Kräutern und Räucherwerk.

Es heißt auch Abschiednehmen von diesem traumhaften Garten und meinem Freund und Platzhüter, dem Walnussbaum.

Unzählige Male habe ich hier Yoga praktiziert, meditiert, gelegen, gelesen, gegessen und geplaudert. Mein Heim der letzten zwei Jahre.

Und jetzt ziehe ich erstmal in den Caddy..

Last Chance… Yoga im Park

Der letzte Termin im Wertwiesenpark finden statt am..

Freitag 26.07., 19.00-20.15 Uhr

Ich freue mich noch ein letztes Mal, bevor ich auf Weltreise gehe mit dir Yoga im Park zu erleben.

Nimm dir reichlich zu Trinken mit, denn die Temperaturen steigen. Von daher wird unser Üben auch mehr in sanftem Dehnen aus dem Bereich Yin Yoga stattfinden.

Du bist ❤️ willkommen!

Eintauchen und Verweilen beim Retreat auf dem Beuerhof

Nach fünf Tagen Rückzug aus dem gewohnten Alltagstrott darf es gerne ruhig und gelassen weiter gehen..

Wir verbrachten die meiste Zeit unter freiem Himmel und barfuß in Kontakt mit Mutter Erde. Verbunden mit der Natur und den Elementen bei unterschiedlichster Witterung. Ob kalter Wind oder glühende Sonne, anfangs nicht für jeden willkommene Weggefährten. Sich darauf einzulassen und die eigenen Widerstände wahr zu nehmen kostet Überwindung und Mut. Die Geschenke, die dir dann zuteil werden sind jedoch von einer ganz besonderen Tiefe und Wirksamkeit.

Die Smartphones wurden ab dem ersten Tag ausgeschaltet. Wir verbrachten viel Zeit mit Schweigen, alleine und im Miteinander, aber auch mit berührenden Gesprächen und Lachen. Die Zeit bekam eine andere Wertigkeit und wurde von Sonne und Mond begleitet.

Am frühen Morgen mitten im Wald unter Bäumen zu sitzen, über dir das Rauschen des Windes, das Singen der Vögel und Zirpen von allerlei Insekten, die unser Verstand bei der Meditation nicht einordnet aber wahr nimmt. Regenschauer werden durch das Dach der Blätter abgehalten und nur einzelne Tropfen berühren deinen Körper an unvorhersehbaren Stellen. Ein kleines „Hallo“ zur Achtsamkeit, um dich im Hier und Jetzt willkommen zu heißen. Und alles darf sein, kommen und gehen, in deinem ganz eigenen Rhythmus und verbunden mit dem großen Ganzen. Danach in einer Gehmeditation über das weite Land des Beuerhofs streifen und die Vielfalt der Pflanzen und Insekten-Welt begrüßen. Irgendwo begegnet dir dann meist auch der 40 Jahre alte Alex, Pferd und wichtige Seele des Hofes.

Wir verbrachten aktive Hatha Flow Sequenzen unter freiem Himmel für unsere männlichen Aspekte und entspannende Yin Yoga Einheiten im ruhigen und geschützten Rückzug der Casa zum Nähren der weiblichen Anteile in uns.

In der Harmonie des Miteinanders entstanden köstliche kräuterreiche Speisen und Getränke. Ein Weitergeben und Teilen von Erfahrungen und Inspirationen.

Ich fühle mich reich beschenkt und dankbar für jeden einzelnen Moment, den ich während dieser Tage erleben durfte. Ich nehme die Stille in mir mit in meine morgendliche Meditations-Praxis und mein Wirken und Sein im Alltag.

Wenn jetzt in dir der Wunsch nach einer Erfahrung dieser Art wach wurde, so sei das nächste mal dabei. Wenn du mir einen Kommentar oder eine Nachricht schreibst halte ich dich gerne über zukünftige Events auf dem laufenden.

Licht und Liebe

🌸🙏🌸 Sandhya

https://www.beuerhof.de/

Unser Quartier for an easy and simple way, of life.
Yoga und Meditation and Come-Together-Shala
Viel Kreativität und Liebe beim gemeinsamen Zubereiten der Mahlzeiten.
Raum für Begegnung in und um die Casa Mallorca.
Wide wild country
Viele Wege für Geh-Meditationen über die ganzen 12 ha Land verstreut.
Naturbank im Wald zum Innehalten und Verweilen
Schwarzer Holunder für leckeren Holunder-Sirup vom Dieter.
Alex bei seiner Lieblingsbeschäftigung
Das Shönwetter-Esszimmer der Beuerhof Comunity
Das Haupthaus
Der Weg zur Casa Mallorca
Tipidorf
Unser Meditations-Platz im Wald, einst Rückzugsort des Lakota Chief Archie Fire Lame Deer.
Abendstimmung in silence

Katze-Hund-Flow für eine bewegliche Wirbelsäule

Suche dir einen ruhigen Platz an dem du ungestört deiner Yogapraxis nachkommen kannst.

Achte darauf, dass du mit leerem Magen übst.

Verbinde die Bewegungen mit deinem Atem.

Mache im Anschluss an die Yogasequenz noch eigene Asanas (Yogastellungen) oder komme gleich in die Rückenlage in Savasana. Entspanne und lasse ganz los. Die Energie wird in deinem Körper wirksam und verteilt sich.

Lasse dich ganz von der Erde tragen.

Komme erfrischt und voller Lebensfreude in deinen Tag zurück.

Namasté 🙏

Danke Heilbronn

Danke für diese bezaubernden und berührenden letzten Abende im Alten Rathaus mit euch!

Schon am Montag hat sich diese Welle des Abschiednehmens angeschlichen, und heute hat mich dann ganz besonders die Erkenntnis erwischt, dass ich mich von euch allen jetzt doch für eine sehr lange Zeit verabschieden muss.

Ihr wart für mich ein so bedeutsames und wertvolles Geschenk und eine zuvor unfassbare Bereicherung für meine persönliche Entwicklung und meinen spirituellen Weg. Ich durfte mit und durch euch durch so einige Höhen und Tiefen gehen. Und glaubt mir, das was ihr mir durch eure Teilnahme an meinen Kursen gegeben habt ist unbezahlbar.

Von ganzem Herzen DANKE

❤️🙏🏼 ❤️

Ich hoffe euch noch zahlreich im Park beim Yoga zu treffen. Und das tollste wäre, wenn ihr alle zum letzten Termin am 25.07. nochmal zusammen kommt. Dann machen wir ein Erinnerungsfoto für uns alle und meine Homepage. Das heutige ist leider etwas verschwommen, aber trotzdem wunderschön und voller Emotionen.

🧘‍♀️ OM

Sabbatical

Start: August 2019

Und das wunderbare daran ist, dass ich noch keine Ahnung habe, wohin die Reise geht.

Genau das gibt mir das Gefühl und Empfinden von Freiheit und Leichtigkeit. Für mich persönlich hat das nichts mit Mut zu tun, weil ich dabei zuhause bin. Ganz verbunden mit mir selbst und dem Leben. Wenn ich den Menschen davon erzähle, bekomme ich oft zu hören wie mutig ich doch bin. Glaub mir, dem ist nicht so. Wir Menschen sind in mancher Hinsicht dann doch unterschiedlich. Je nach Prägung durch unsere Kindheit und was noch so alles Einfluss auf unser Sein hat. Es wäre für mich viel schwerer ein beständiges, bürgerliches Leben zu leben.

Ich lasse mich treiben, lasse los und werde irgendwo dort draußen, in der großen weiten Welt meine Kreise ziehen.

Vertrauend ist das Wissen, dass wir alle in irgendeiner Form mit einem ähnlichen Gefühlsleben durch unser Leben gehen. Freude und Angst, Liebe und Leid sind menschlich. Wir dürfen uns begegnen und in dieser Begegnung Lernen und Wachsen.

.. and so it starts..

Mein Weg zum Yoga

Wenn ich mich zurück erinnere zeigten sich schon in meiner frühen Kindheit Tendenzen irgendwann einmal eine Yogini zu werden. Oder vielleicht war ich das sowieso schon immer. Wenn meine Erinnerung in das Leben vor diesem und das vor dem Vorherigen und noch weiter reichen würde, könnte ich jetzt bestimmt präzisere Angaben dazu machen. Aber belassen wir es mal bei meinen für mich nachweisbaren Erinnerungen.

Im Grundschulalter war ich sehr muskulös und bat meine Schwester sich auf meinen Bauch zu stellen. Das tat sie auch gerne. Ich konzentrierte mich dabei ganz auf meinen Atem. Danach schwang ich meine Beine hinter den Kopf und lag glückselig in Yoga Nidrasana – die Schlafstellung des Yogi.

Mit siebzehn las ich Siddhartha von Hermann Hesse. Es kam mir vor, als tauche ich in eine mir vertraute und bekannte Welt ein. Daraufhin meldete ich mich zu meinem ersten Yogakurs an der Volkshochschule an. Ich war die jüngste Teilnehmerin und meine Lehrerin freute sich über meine Beweglichkeit und Hingabe. Und ich freute mich, etwas für mich gefunden zu haben, wo ich so ganz mit mir sein konnte.

Mein erstes Yogabuch war „Yoga für alle Lebensstufen“ vom Sivananda Yoga Zentrum. Ich übte regelmäßig und mit Begeisterung. Als meine Tochter geboren war übte ich weiter in ihrem Beisein. Sie krabbelte unter mir durch und über mich drüber. Auf meinen Füßen ließ ich sie wie im Acro-Yoga fliegen. Während Savasana, der Tiefenentspannung, spielte sie ruhig. Nach einer Weile kannte sie die Abläufe meines Übens. Als ich nach der Endentspannung meine Augen öffnete, sass sie mir im Schneidersitz gegenüber. Ihre Hände in Gebetshaltung vor dem Herzen haltend und mit einer Verneigung mir zugewandt. Da war sie knappe drei Jahre alt.

Kurze Zeit später reisten wir nach Indien. Eine neue Welt mit fremden Sinneswahrnehmungen eröffnete sich uns. Wir reisten zum Himalaya Gebirge, nach Rishikesh, Varanasi und Rajastan. Verbrachten viel Zeit in Goa und Karnataka.

Wir lebten mehrere Monate an heiligen Plätzen. So besuchten wir Bodhgaya, den Platz, an dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung fand. Wir wohnten in verschiedenen Ashrams, saßen mit buddhistischen Mönchen auf dem Steinboden und aßen für eine Woche morgens und abends nichts anderes als Dahl (Linsen) mit Reis.

Bei Sathya Sai Baba, einem reinkarnierten Meister, standen wir über mehrere Monate jeden morgen um fünf Uhr in der Schlange, um zu seinem Darshan (Zusammentreffen) zu kommen. Dort meditierte ich und Ronja schlief auf meinem Schoss oder tat es mir nach. Wir sangen Bhajans (religiöse Volkslieder) und feierten die hinduistischen Festlichkeiten mit.

Yoga gab es überall.

In Indien machte ich die Ausbildung zum Reiki-Master. Das lief dort nicht so wie hier bei uns im Westen. Meine damaligen Lehrer boten all ihre Einweihungen auf Spendenbasis an. Das war für mich mit kleinem Geldbeutel von großem Vorteil und für mein weiteres Handeln eine bedeutsame Lehre.

Ich erlernte verschiedene Massagetechniken, das Kochen auf dem Feuer und wie man im Dschungel auf die Toilette geht. Aber dazu an anderer Stelle mehr..

Von Tagträumen und Reiselust

Arambol, Goa, India 1996

Mit 26 Jahren verließ ich mit meiner 3 1/2 jährigen Tochter Ronja Deutschland. Ich wollte meinen Eltern und mir beweisen, dass man auch mit Kindern weite Reisen machen kann. Der kleine Revoluzzer in mir kam da durch. Außerdem hatte ich genug von meiner Heimatstadt. Das Leben erschien mir hier so eingefahren, eingeschränkt und eingeengt. Die Bedenken , was wohl die Nachbarn denken, wenn man anders war, sich anders verhielt oder kleidete, konnten doch nicht alles sein, was diese Welt zu bieten hatte. Und dieses anders -sein war etwas, das ich schon als kleines Kind empfand. Irgendwie drehte sich die Welt schneller als ich denken und handeln konnte. Solange ich meinen Dingen nachhängen konnte, sowas wie malen, basteln, nähen, Löcher in die Luft schauen, war alles in Ordnung. Doch gab es da auch die anderen mit ihren Ansprüchen und Erwartungen. Angezogen im Kindergarten erscheinen, die Hose richtig rum und die Schuhe gebunden. Dem Unterricht folgen und danach wissen, was die Lehrerin erzählt hatte. Da war es aus mit in zeitlose Tagträume verfallen. Na ja, so ganz gelang mir das wohl nie. Doch ich erreichte die Mittlere Reife nach mehreren extra Runden auf der Schulbank und wurde, wie meine Schwester Erzieherin. Was auch sonst. Wenigstens etwas kreatives. Nachdem während dem Anerkennungsjahr mein kleiner Engel geboren wurde, war mir klar, dass mein Leben doch andere Wege nimmt, als es meine Eltern sich noch erhofft hatten. Aber auf all das komme ich bestimmt noch zurück.

Als Ronja und ich Deutschland verließen ging es zuerst für ein halbes Jahr nach Indien. So war es jedenfalls geplant. Meinen Job und unsere Wohnung hatte ich gekündigt, das Auto verkauft und das wenige Hab und Gut bei einer lieben Freundin unterstellen können. Dass meine Eltern von all dem nicht begeistert waren versteht sich wahrscheinlich von selbst. An die vielen schlaflosen Nächte meiner Mutter werde ich noch heute hin und wieder erinnert.

Nach dem halben Jahr Indien ging es dann erstmal nach bella Italia. Was sollte ich auch in Deutschland. Da gab es doch noch so viel Neues und Unbekanntes zu erkunden.

Nach vier Jahren Indien/Italien wollte meine Tochter in eine „normale“ Schule gehen. Die ersten zwei Schuljahre unterrichtete ich sie bereits während unseren Reisen vorwiegend selbst. Da wir in Italien gemeldet waren, gab es da keine Probleme.

Wir fanden in einer italienischen Lebensgemeinschaft einen schönen Platz zum wohnen. Das Villaggio Verde liegt mitten im Wald und ermöglichte uns ein Leben inmitten der Natur, mit spirituellem Ansatz und viel innerem Wachstum. Wir verbrachten hier fünf Jahre und ein weiteres in der nahe gelegenen Ortschaft.

Mit 36 Jahren und als Ronja 14 war, beschlossen wir wieder nach Deutschland zurück zu kehren. Ronja hatte die Scuola Media abgeschlossen und war bereit auf´s Gymnasium zu gehen. Sie konnte zwar Deutsch sprechen, aber Schreiben nicht. Nachdem sie in Italien die Fächer Italienisch, Englisch und Französisch belegt hatte wollte sie nicht auch noch Deutsch schreiben lernen. Verständlich! Wir haben ja Zeit! Und ein ganz toller entgegenkommender Rektor traf mit uns die Vereinbarung, dass sie während des ersten Schuljahres für ihre Rechtschreibung nicht benotet werden würde. Nachdem sie in einer der sozial kompetentesten Klassen gelandet war, die ich je erlebt hatte, konnte sie ohne eine Klasse zu wiederholen bis zum Abi durchstarten. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an euch, falls ihr dazu kommt meinen Blog zu lesen.

Die Jahre vergingen, ich schloss Frieden mit meiner Heimatstadt, mit meinem Vater, den ich von ganzem Herzen liebe und bin gerade immer noch hier.

Nachdem Ronja vor zwei Jahren ihren Master gemacht hatte und jetzt für sich selbst sorgt, ist es für mich Zeit wieder auf Reisen zu gehen.

Nein, es ist nicht nur leicht. Es gibt vieles, was mich hier berührt. Ich habe ein super laufendes Yoga-Business mit ganz lieben Menschen. Ich begleite Familien in Erziehungsangelegenheiten und bin in engem Kontakt mit deren Kindern.

Meine Familie und meine Freunde liegen mir am Herzen. Aber ich weiß, dass da noch so einiges auf mich warten, dass ich erleben darf.

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mit den Vorbereitungen. Und alle meine Visionen und Vorhaben laufen. Es ist so, als soll alles genau so sein.

Meine Reise wird eine Reise zu mir. Ich möchte Begegnungen, die mich wachsen lassen, die mich in eine noch tiefere Verbundenheit mit mir selbst und dem Leben bringen.

Und wenn du möchtest, dann begleite mich ein Stück auf meinem Weg.

Kasol, Himachal Pradesh, India 1996
Himachal Pradesh, India 1996
My daughter with friends, Pushkar, Rajasthan, India 1996
Assi ghat, Varanasi, India 1997
My daughter with her friend Rishi, Varanasi, Uttar Pradesh, India 1997
Women preparing cowshit floor in the restaurant, Kudle Beach, Gokarna, Karnataka, India 1997
Himachal Pradesh, India, 1998 Streetworker
Himachal Pradesh, India, 1998 Streetworker
My Italien travel and life partner for a couple of years. He teached me how to travel safe and healthy in India.
Bombay guest house, Rishikesh, India 1998
Greg’s homepage: https://www.anamyogaotres.com/

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