Auf nach Ungarn – Ruhe und tiefe Verbundenheit

Ég és föld között – zwischen Himmel und Erde

Eine wunderschöne Begebenheit lockt mich an. Das SUNDEER Festival. Ein weiteres schamanisches Treffen, etwas kleiner und noch familiärer als die KIVA. Teilweise kommen die selben Menschen, denen ich schon in Holland begegnet bin. Ich freue mich sehr darauf. Und Ungarn ist ein Land, das mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Wahrscheinlich hätte es noch eine ganze Weile gedauert hier her zu reisen, wenn dieses Festival nicht gewesen wäre und ich nicht mit so viel Zeit und so entspannt unterwegs hatte sein dürfen.

GOING THERE

Mein erster Stop war Leipzig. Eine so schöne Stadt in die ich mich noch bevor ich überhaupt richtig drin war voller Entzücken verliebt habe. Die Mischung aus Alt und Neu, die hinter den Mauern zu spürende Geschichte der Stadt, eine Mischung aus Kultur und Natur und letztendlich ein wohliges Gefühl.

Danach ein kleiner Abstecher kurz vor Dresden bei meiner Freundin Miri, die sich mal eben in einem Schloss niedergelassen hat. Etwas abgeschieden und inmitten der Natur liegt dieser Herrschaftssitz. Eine Kooperative die mit viel Engagement das Anwesen in Schuss hält und immer wieder tolle Events für oft nur einen kleinen Beitrag oder eine Spende anbietet. Schau dir gerne mal die Angebote an. Vielleicht ist etwas für dich dabei. Den Bewohnern vom Schloss Gersdorf wünsche ich für die anstehenden Projekte von Herzen alles Gute. http://schloss-gersdorf.org/

Dann durch das märchenhafte Prag, auch eine Reise wert!

Eine traumhafte Landschaft durfte ich auf der Strecke durch Tschechien und die Slowakei erleben. Teilweise erinnerte es mich mit seiner hügeligen Landschaft in saftigem Grün soweit das Auge reicht an die Toskana.

SUNDEER

Auf geht’s in einen Teil des nördlichen ungarischen Mittelgebirges, im Karpatenvorland. Nach längerem Suchen über Schotterstraßen, die für meinen Caddy nicht mehr befahrbar waren und im Nichts endeten und fast schon verzweifelten WhatsApp Nachrichten an den Organisator fand ich das Festival-Gelände in der Nähe von Börzsöny. Erleichterung! Es gibt auch einfache Wege wenn man sich nicht nur auf Google maps verlässt.

Eine faszinierende Landschaft vulkanischen Ursprungs. Der perfekte Platz um sich mit den Elementen zu verbinden, die Kraft der Erde zu spüren und frei zu atmen.

Also zuerst mal anmelden, einen Platz finden und die Lage checken..

Der Tagesablauf war etwas anders als bei der KIVA. Anstelle der KIVA Zeremonie gab es viel mehr Workshops. Schwitzhütten-Zeremonien wurden jeweils am Morgen um 6 Uhr und am Abend um 20.00 Uhr mit vier Runden, oder „Türen“, durchgeführt. Das Programm wurde jeden Tag auf ganz simple Weise und je nach Begebenheiten angebracht.

Einen kleinen Vermerk zu meiner Ankunft möchte ich noch machen. Denn ich nahm die Stimmung bedrückt und verhalten wahr, konnte aber nicht einordnen woran es lag. Nach meiner ersten Zeremonie mit der Medizinfrau Carola Esparza aus Chile wurde mir klar, dass etwas vorgefallen war. Am Vortag kamen drei koreanische Teilnehmer bei einem Zugunglück ums Leben. Die auf dem Festival Anwesenden hatten nach dem sie vom Unfall erfahren hatten noch am selbigen Abend eine Trauer-Zeremonie abgehalten. Die Art wie während des gesamten Festival mit dieser Stadt bewegenden Situation umgegangen wurde war für mich besonders zu erleben. Es ging darum, den Lauf des Lebens mit all seinen Formen anzuerkennen und anzunehmen. Das Miteinander-sein hatte vielleicht auch dadurch etwas derart Verbindendes, Spirituelles und Herzliches.

In friedlichem Gedenken an die von uns Gegangenen 🙏🏽

Gebetsbänder am Zeremonien-baum

Meine Begegnungen mit den Elders waren sehr innig. Ich nahm an verschiedenen Zeremonien mit Wiruungga Dunggiirr und Peet Lalleman Garra teil. Garra berührte mich besonders mit ihrer Wasserzeremonie, bei der wir unsere Gebete dem Wasser übergaben und sie anschließend eine Waschung von Händen, Gesicht, Nacken und Füßen eines jeden Teilnehmenden damit durchführte. Die Magie und der Zauber der darin steckte lässt sich nicht in Worte fassen.

Eine weiteres beeindruckendes Erlebnis war die Cacao Ceremony nach der Toltek Tradition mit Tai und seiner Tochter Sunflower aus Mexiko. Beide haben eine so feine, ruhige und liebevolle Art und Ausstrahlung.

Mit Ragnar Johansen einem Runen-Meister aus Norwegen durfte ich in Kontakt mit den Runen kommen, die ihm, wie er beschreibt liebe Freunde sind, denen er mit großem Respekt begegnet. Ein sehr naturverbundener und einfacher Mensch.

Erwähnen möchte ich auch die liebe Joana-Maria Schönheit aus Rumänien. Unser tiefgehendes Gespräch hat mir neue Wege eröffnet. Liebe Joana-Marie, die Feuerzeremonie habe ich gemacht. In Liebe und Dankbarkeit!

Hier noch eine kleine Fotogalerie vom Festival..

Ich verbrachte noch zwei weitere Tage auf dem Sundeer Gelände. Als ich mich vom Zeremonien-baum verabschiedete kam eine warme sanfte Briese auf. Ein schönes Zeichen um weiter zu ziehen..

MOVING ON

In der Nähe von Budapest nahm ich an einer Einweisung und Einweihung in Magnified Healing® einer energetischen Schwingungsheilmethode mit Garra teil. Mit anderen ungarischen Teilnehmern verbrachten wir sehr intensive Tage des Lernens.

Wiruungga malte währenddessen seine Bilder nach aborigines Art. Eines davon suchte ich mir zum Andenken an die letzten Tage und Wochen aus. Wiruungga bietet sehr individuelle Reisen in seinem bunten Reggae-Bus in Australien an. http://dreamtimewalkabout.com/

Budapest Zentrum

Von der bisherigen Reise ist Budapest meine Lieblingsstadt. Der Kontrast zwischen Arm und Reich wirkt sehr authentisch. An jeder Ecke lauert eine Überraschung und die Faszinierendsten begegneten mir am späten Abend. Beim überqueren der ältesten Kettenbrücke Ungarns, die über die Donau führt, offenbaren sich glitzernde angestrahlte Bauwerke. Über dem weit entfernten Parlament flogen unzählige schillernde Funken. Wie ich heraus finden konnte sind es wohl Seemöven, die vom Licht angezogen werden und darüber fliegen. Dort auf der Brücke stehend kam ich mir etwas vor wie eine Prinzessin mitten in einem Märchen. Verliebt in die Schönheit dieser Stadt.

Leider kann ich keine Fotos davon präsentieren. Meine Kamera ist für Nachtaufnahmen nicht geeignet. Auf folgender Seite kannst du dir dafür welche anschauen .. http://m.ipernity.com/#/doc/rudi_valtiner/42563768

Balaton – Plattensee

Die Ferienzeit in Ungarn ist zu Ende und ich darf ruhige Tage am und um den See verbringen.

Zagreb

Bevor es weiter geht zu neuen Eroberungen noch ein kurzer Stop in Zagreb..

Insel Krk und Rijeka

Von diesem Reiseblog möchte ich mich mit einer Erinnerung an die kleinen Begebenheiten, die uns jeden Tag geschenkt werden bedanken. Und auch wenn es leicht gesagt ist, weil ich gerade auf Reisen bin, weiß ich doch, dass diese uns immer und überall begegnen wollen. Halte deine Augen dafür offen, sehe sie, atme sie und genieße sie.

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