Gedanken zum Älter werden..

Diese Tage sagte jemand zu mir ich sei alt geworden, es wären viele Falten in meinem Gesicht und so hübsch wie ich einmal war sei ich auch nicht mehr..

Eine klare und wahre Aussage!

Was diese mit mir macht und was ich für mich daraus mache ist das Ergebnis von 50 Jahren Lebenserfahrung und 30 Jahren auf dem Yoga-Weg zu sein.

Natürlich macht so eine Aussage im ersten Moment etwas mit mir als Frau. Doch dieser kleine Moment des Getroffen–seins kann glücklicher Weise sehr schnell umgewandelt werden in die Tatsache, dass diese Meinung eine subjektive ist, dass es wichtigere Werte gibt als das äußere Erscheinungsbild und dass die äußere Form nur Täuschung ist. Mir steht der Zugang zu etwas größerem offen, die Verbindung zu meiner wahren Essenz. Ich darf mich in dem Seins-zustand von Fülle erleben. Äußere Begebenheiten erscheinen auf der Bildfläche und lösen sich wieder auf. Wie lange sie die Möglichkeit haben wirksam zu sein und wie viel Macht und Raum sie von uns bekommen, hängt ganz alleine davon ab, wie viel wir ihnen davon zur Verfügung stellen und wie sehr wir uns mit ihnen identifizieren.

Ich bin gerne fünfzig und möchte das gleiche auch mit sechzig, siebzig und achtzig sagen können. Vielleicht auch noch mit neunzig 😉

Wir werden als Säuglinge geboren, klein und schrumpelig, wachsen heran und durchlaufen die unterschiedlichen Lebensphasen, die alle ihre ganz eigene Berechtigung haben in den Wachstum zu gehen. Ich finde es wunderschön die Möglichkeit zu haben durch diese Vielfalt an Entwicklungsstufen bewußt gehen zu dürfen. Es ist das Geschenk, welches das Leben für uns bereit hält. Jede einzelne Falte in meinem Gesicht, jedes weiße Haar ist ein Teil davon und kann vielleicht sogar eine Geschichte dazu erzählen.

Danke für die Möglichkeit mich mit diesem Thema auseinander setzen zu können und dadurch in eine noch inniger und tiefere Beziehung zu mir selbst und der göttlichen Essenz treten zu können.

Wenn du das Foto groß zoomst erkennst du meine Falten noch etwas besser. Sie bestehen aus vielen durchlebten Gefühlen unterschiedlichster Art.

Om Namah Shivaya

💜🙏🏼💜

Auf nach Ungarn – Ruhe und tiefe Verbundenheit

Ég és föld között – zwischen Himmel und Erde

Eine wunderschöne Begebenheit lockt mich an. Das SUNDEER Festival. Ein weiteres schamanisches Treffen, etwas kleiner und noch familiärer als die KIVA. Teilweise kommen die selben Menschen, denen ich schon in Holland begegnet bin. Ich freue mich sehr darauf. Und Ungarn ist ein Land, das mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Wahrscheinlich hätte es noch eine ganze Weile gedauert hier her zu reisen, wenn dieses Festival nicht gewesen wäre und ich nicht mit so viel Zeit und so entspannt unterwegs hatte sein dürfen.

GOING THERE

Mein erster Stop war Leipzig. Eine so schöne Stadt in die ich mich noch bevor ich überhaupt richtig drin war voller Entzücken verliebt habe. Die Mischung aus Alt und Neu, die hinter den Mauern zu spürende Geschichte der Stadt, eine Mischung aus Kultur und Natur und letztendlich ein wohliges Gefühl.

Danach ein kleiner Abstecher kurz vor Dresden bei meiner Freundin Miri, die sich mal eben in einem Schloss niedergelassen hat. Etwas abgeschieden und inmitten der Natur liegt dieser Herrschaftssitz. Eine Kooperative die mit viel Engagement das Anwesen in Schuss hält und immer wieder tolle Events für oft nur einen kleinen Beitrag oder eine Spende anbietet. Schau dir gerne mal die Angebote an. Vielleicht ist etwas für dich dabei. Den Bewohnern vom Schloss Gersdorf wünsche ich für die anstehenden Projekte von Herzen alles Gute. http://schloss-gersdorf.org/

Dann durch das märchenhafte Prag, auch eine Reise wert!

Eine traumhafte Landschaft durfte ich auf der Strecke durch Tschechien und die Slowakei erleben. Teilweise erinnerte es mich mit seiner hügeligen Landschaft in saftigem Grün soweit das Auge reicht an die Toskana.

SUNDEER

Auf geht’s in einen Teil des nördlichen ungarischen Mittelgebirges, im Karpatenvorland. Nach längerem Suchen über Schotterstraßen, die für meinen Caddy nicht mehr befahrbar waren und im Nichts endeten und fast schon verzweifelten WhatsApp Nachrichten an den Organisator fand ich das Festival-Gelände in der Nähe von Börzsöny. Erleichterung! Es gibt auch einfache Wege wenn man sich nicht nur auf Google maps verlässt.

Eine faszinierende Landschaft vulkanischen Ursprungs. Der perfekte Platz um sich mit den Elementen zu verbinden, die Kraft der Erde zu spüren und frei zu atmen.

Also zuerst mal anmelden, einen Platz finden und die Lage checken..

Der Tagesablauf war etwas anders als bei der KIVA. Anstelle der KIVA Zeremonie gab es viel mehr Workshops. Schwitzhütten-Zeremonien wurden jeweils am Morgen um 6 Uhr und am Abend um 20.00 Uhr mit vier Runden, oder „Türen“, durchgeführt. Das Programm wurde jeden Tag auf ganz simple Weise und je nach Begebenheiten angebracht.

Einen kleinen Vermerk zu meiner Ankunft möchte ich noch machen. Denn ich nahm die Stimmung bedrückt und verhalten wahr, konnte aber nicht einordnen woran es lag. Nach meiner ersten Zeremonie mit der Medizinfrau Carola Esparza aus Chile wurde mir klar, dass etwas vorgefallen war. Am Vortag kamen drei koreanische Teilnehmer bei einem Zugunglück ums Leben. Die auf dem Festival Anwesenden hatten nach dem sie vom Unfall erfahren hatten noch am selbigen Abend eine Trauer-Zeremonie abgehalten. Die Art wie während des gesamten Festival mit dieser Stadt bewegenden Situation umgegangen wurde war für mich besonders zu erleben. Es ging darum, den Lauf des Lebens mit all seinen Formen anzuerkennen und anzunehmen. Das Miteinander-sein hatte vielleicht auch dadurch etwas derart Verbindendes, Spirituelles und Herzliches.

In friedlichem Gedenken an die von uns Gegangenen 🙏🏽

Gebetsbänder am Zeremonien-baum

Meine Begegnungen mit den Elders waren sehr innig. Ich nahm an verschiedenen Zeremonien mit Wiruungga Dunggiirr und Peet Lalleman Garra teil. Garra berührte mich besonders mit ihrer Wasserzeremonie, bei der wir unsere Gebete dem Wasser übergaben und sie anschließend eine Waschung von Händen, Gesicht, Nacken und Füßen eines jeden Teilnehmenden damit durchführte. Die Magie und der Zauber der darin steckte lässt sich nicht in Worte fassen.

Eine weiteres beeindruckendes Erlebnis war die Cacao Ceremony nach der Toltek Tradition mit Tai und seiner Tochter Sunflower aus Mexiko. Beide haben eine so feine, ruhige und liebevolle Art und Ausstrahlung.

Mit Ragnar Johansen einem Runen-Meister aus Norwegen durfte ich in Kontakt mit den Runen kommen, die ihm, wie er beschreibt liebe Freunde sind, denen er mit großem Respekt begegnet. Ein sehr naturverbundener und einfacher Mensch.

Erwähnen möchte ich auch die liebe Joana-Maria Schönheit aus Rumänien. Unser tiefgehendes Gespräch hat mir neue Wege eröffnet. Liebe Joana-Marie, die Feuerzeremonie habe ich gemacht. In Liebe und Dankbarkeit!

Hier noch eine kleine Fotogalerie vom Festival..

Ich verbrachte noch zwei weitere Tage auf dem Sundeer Gelände. Als ich mich vom Zeremonien-baum verabschiedete kam eine warme sanfte Briese auf. Ein schönes Zeichen um weiter zu ziehen..

MOVING ON

In der Nähe von Budapest nahm ich an einer Einweisung und Einweihung in Magnified Healing® einer energetischen Schwingungsheilmethode mit Garra teil. Mit anderen ungarischen Teilnehmern verbrachten wir sehr intensive Tage des Lernens.

Wiruungga malte währenddessen seine Bilder nach aborigines Art. Eines davon suchte ich mir zum Andenken an die letzten Tage und Wochen aus. Wiruungga bietet sehr individuelle Reisen in seinem bunten Reggae-Bus in Australien an. http://dreamtimewalkabout.com/

Budapest Zentrum

Von der bisherigen Reise ist Budapest meine Lieblingsstadt. Der Kontrast zwischen Arm und Reich wirkt sehr authentisch. An jeder Ecke lauert eine Überraschung und die Faszinierendsten begegneten mir am späten Abend. Beim überqueren der ältesten Kettenbrücke Ungarns, die über die Donau führt, offenbaren sich glitzernde angestrahlte Bauwerke. Über dem weit entfernten Parlament flogen unzählige schillernde Funken. Wie ich heraus finden konnte sind es wohl Seemöven, die vom Licht angezogen werden und darüber fliegen. Dort auf der Brücke stehend kam ich mir etwas vor wie eine Prinzessin mitten in einem Märchen. Verliebt in die Schönheit dieser Stadt.

Leider kann ich keine Fotos davon präsentieren. Meine Kamera ist für Nachtaufnahmen nicht geeignet. Auf folgender Seite kannst du dir dafür welche anschauen .. http://m.ipernity.com/#/doc/rudi_valtiner/42563768

Balaton – Plattensee

Die Ferienzeit in Ungarn ist zu Ende und ich darf ruhige Tage am und um den See verbringen.

Zagreb

Bevor es weiter geht zu neuen Eroberungen noch ein kurzer Stop in Zagreb..

Insel Krk und Rijeka

Von diesem Reiseblog möchte ich mich mit einer Erinnerung an die kleinen Begebenheiten, die uns jeden Tag geschenkt werden bedanken. Und auch wenn es leicht gesagt ist, weil ich gerade auf Reisen bin, weiß ich doch, dass diese uns immer und überall begegnen wollen. Halte deine Augen dafür offen, sehe sie, atme sie und genieße sie.

🌸

Simple is so beautiful

Sit and relax

After six weeks moving around with my Caddy it’s time to say good bye. Still I have to much stuff carrying around. I want to be more light and flexible.

Es war schon eine Herausforderung mit einem Erdgas Caddy herum zu reisen.

In Kroatien gibt es sage und schreibe ZWEI Erdgas-Tankstellen. Beide befinden sich im Norden des Landes. Die eine in Zagreb und die zweite in Rijeka. Und mit einem Zusatz-Benzintank von 10l, mit dem ich ganze 80 km weit komme, ist das nicht viel. Die Option ein/ zwei Benzinkanister ins Auto zu stellen hatte ich vor drei Jahren auf Sardinien. Da gibt es nur eine einzige Erdgas-Zapfsäule. Das hatte zu bedeuten, dass ich mit Benzingeruch schlief und anschließend mein Katalysator durch geschmort war, wieso auch immer. Der Tank und Auspuff meines Caddys hängen extrem tief. Also meine geliebten Rocky-Roads, die mich an einsame Schlafplätze inmitten uriger Natur bringen, bleiben leider aus. Backpacking, Zelt, outdoor, und Wärme stehen jetzt an.

Wir hören uns bald wieder. Und ich berichte euch auch noch von den schönen Spots und Erlebnisse der letzten sechs Wochen.

Love and light 💜🙏🏼💜

KIVA.. von Schamanen und Weisheitshütern

Dass meine Reise nicht zu einem Sightseeing-Event werden soll war mir und wahrscheinlich auch den mir Nahestehenden von Anfang an klar. Und als meine Freundin Martina mir etwa sechs Monate vor meiner Reise von der KIVA in Holland erzählte war ich mir sicher, dass ich genau dort beginnen möchte. Ganz gleich was in den Wochen davor oder in der Zeit danach geschehen werde.

Etwas riskant, mit loderndem Feuer in mir und dem Wunsch, dass die Reise nun endlich los geht war es, als ich mich auf den mit einem Bänderriss doch langen Weg nach Holland machte. Aber es sollte so sein. So wie all unsere Entscheidungen Wegweiser sind und uns genau zu diesen Erfahrungen bringen, die wir gerade brauchen, um vielleicht ein Stück zu wachsen, Erfahrungen zu vertiefen, noch ein paar weitere Runden im gleichen bullshit zu drehen in dem wir uns schon eine ganze Weile herum suhlen, um doch irgendwann den Weg nach draußen zu finden.. Ganz gleich, Hauptsache wir sind in Bewegung und bleiben nicht stehen.

Und nun zur KIVA.

Was bedeutet das eigentlich? Ein Zusammentreffen indigener Stammesoberhäupter und Weisheitshüter aus der ganzen Welt, die die Erde retten wollen, und dann? Schamanische Riten und Zeremonien und was soll das genau sein? Oder eine Zusammenkunft von einer Herde Hippies?

Als ich dort ankam, an einem Waldgrundstück mit ein paar wenigen sanitären Anlagen und Menschen, die am Aufbauen von Zeltkonstruktionen mitten im Wald waren, wusste ich, dass es sich hier nicht um ein Luxury Camp handeln werde. Das gefällt mir. Very basic! Just in contact with nature.

Wie ich mir angelesen hatte, wusste ich bereits, dass es am Morgen und am Abend jeweils zwei Schwitzhüttenrunden geben würde. Eine Schwitzhütte, oder „Temazcal“, wie sie hier, aus dem mesoamerikanischen Raum genannt wird, hat nicht viel mit einer Sauna oder einem Dampfbad gemeinsam. Es wird heiß und man schwitzt. Ansonsten ist alles anders. Das ganze Prozedere ist an zeremonielle Abläufe gebunden, die als Therapieform und zur Heilung von Krankheiten und zur Reinigung von Altem, dass wir dankbar verabschieden, um Neues in unser Leben einzuladen dient. In einer Temazcal ist es dunkel, wie im Bauch der Mutter Erde. Wir können hier Geborgenheit finden und es regt uns zu Selbsterfahrungsprozessen an, durch die jeder Anwesende während dieser Tage nach eigenem empfinden gehen kann.

Was mir daran besonders gefällt ist auf der bloßen Erde zu sitzen und deren Beschaffenheit und Temperatur zu spüren. Und auch die Verbindung zum Feuer das vor der Schwitzhütte brennt, um die Steine, die für unsere Ahnen stehen zu erhitzen, damit sie ihre Wärme an uns weiter geben können.

Eine KIVA ist ein Zeremonien und Versammlungsraum der Pueblo – Kulturen. Dieser Platz wurde hier mitten im Wald kreisrund in die Erde gegraben um während der vier Tage das heilige Feuer, das durchgehend brennen würde, um die Zeremonien der Elders, Schamanen und Weisheitstragern zu beherbergen.

Viel mehr möchte und kann ich zu all dem kaum sagen. Aus vielen zusammentragenden Händen ist dann eine kleine Community des Miteinander und Füreinander da seins, des Verantwortung tragens für jeden einzelnen und unsere Mutter Erde geworden. Es wurde gebetet, gesungen, getrommelt, getanzt, sich umarmt und lieb gehalten, gemeinsam durch Wassernot in den Toiletten und beim Kaffeekochen gegangen, ohne darüber zu lamentieren, herzliche Gespräche gehalten, Empfindungen und Eindrücken ausgetauscht, Kontakte geknüpft, gemeinsam geschwitzt, gekocht, gegessen, getrunken, gespült und noch einiges mehr.

Ich durfte viel erfahren und lernen, kam an eigene Grenzen und neue Erkenntnisse.

Ganz besondere Momente erlebte ich in der KIVA und bei einzelnen Workshops, die von den Elders und Schamanen am Nachmittag angeboten wurden.

Shirley Djukurna der Krenak berührte mich durch ihre kraftvolle und ausdrucksstarke Art. Sie nahm uns durch traditionelle Sprechgesänge ihres Stammes mit auf eine ganz besondere Reise zu unserer eigenen Verbundenheit mit der Erde. Und so wurden wir während dieser Tage reich beschenkt.. auch mit sehr viel Regen.

Shirley mit ihrer Tochter

Einige der Fotos stammen aus öffentlichen Quellen, da das benutzen von Smartphones und Kameras während der Zeremonien nicht erlaubt ist.

Weitere Infos findest du auf der offiziellen KIVA Seite: https://www.kiva-netherlands.nl/

Ahe Mitakuye Oyasin 🙏🏽