Vom Loslassen und was dann..?

Es gibt unzählige Wege sich auf eine lange Reise, ein Sabbatical oder in eine Auszeit zu begeben. Ich habe einige Berichte gehört und gelesen und jeder ist ganz individuell. Ebenso der meine..

Als ich beschlossen hatte wieder auf Reisen zu gehen, gab es doch ziemlich viel zu überlegen, zu planen und zu organisieren. Mit einem Jahr Vorlauf ließ ich mein Gehalt auf die Hälfte reduzieren, um weiterhin während meiner Auszeit durch meinen Arbeitgeber unterstützt zu werden. Mega!!! Vielen Dank für das geniale Entgegenkommen und die Möglichkeit mich aus meinem Aufgabenbereich lösen zu können… Dass mir unterdessen meine Wohnung gekündigt wurde war überraschend und unerwartet, doch nach kurzem rein spüren und überlegen doch ein Geschenk. Dadurch habe ich auf meiner Reise weniger finanzielle Verpflichtungen und es bedeutet ein weiteres Stück Ungebunden-sein und FREIHEIT

Dass dieses FREI SEIN ein komplett neues Erleben und Erfahren der eigenen Bedürfnisse und Begrenzungen sein wird, war mir nicht von Anfang an bewusst. Doch darüber an späterer Stelle mehr ❤️🙏❤️

Nachdem meine Möbel und die sonstigen Habseligkeiten in der Garage meiner Tante verstaut waren und der Berg an wichtigen Dingen, die mit auf die Reise sollten nach mehrmaligem aussortieren immer kleiner wurden, konnte es doch losgehen..

Nach meiner Abreise aus Heilbronn ging es erstmal nach Oedheim. Ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Heilbronn.

Die ersten Tage in meinem Caddy..

.. ausgestattet mit einem Bett, meinem Fahrrad, einer Box mit Büchern, einer Kiste mit Lebensmitteln, einer weiteren mit Kochutensilien, ein paar Instrumenten, einem Campingstuhl, einem Wasserkanister und sonstigem Krimskrams. Nicht zu vergessen meinem kleinen Altar, der sich schon während den ersten Wochen mit einigen kleinen Schätzen gefüllt hat.

In Oedheim fand ein jährliches Treffen unter Freunden statt. Ein kleines, mal eben errichtetes Lager direkt am Fluss, mit viel Kreativität, herzlichem Miteinander, Musik, Spiel, Kochen, Lachen, Tanzen… So fröhlich, dass ich aus beschwingtem Tanz in der zweiten Nacht ein paar Treppenstufen übersah und mir dabei einen Bänderriss zuzog.

Hmm, nicht so geschickt wenn man gerade dabei ist seine Weltreise anzutreten… Aber nichts geschieht ohne Grund. Ich darf jetzt langsam tun, zur Ruhe kommen und mich einlassen.. Und um das zu lernen werde ich in den nächsten Wochen noch sehr bewusst in die Innenschau gehen dürfen..

Nach ein paar Tagen Auftanken und Fuss ruhig stellen bei Mama konnte ich zum Glück Auto fahren und in den Norden starten. Zumindest mal los. Wenn auch nicht gleich mit großen Wander- und Radtouren..

Ein kurzer Stop bei den Externsteinen.. https://www.externsteine-info.de/

Dann weiter an die Nordsee.. Etwas Zeit mit dem Nordmann..

Ich wohne jetzt tatsächlich im Caddy. Selbst in meinem Ausweis steht, dass ich keinen Wohnort mehr in Deutschland habe. WELTENBÜRGERIN

Schon komisch, so ganz ohne Zuhause… Zu dem man irgend wann, wenn man gerade möchte wieder zurückkehren kann..

Mal ganz praktisch:

Die gewohnte Morgenroutine fällt weg. Da ist kein Badezimmer mit Toilette das nach dem Aufstehen auf mich wartet und keine Küche mit fließendem Wasser und Strom um den morgendlichen Kaffee aufzubrühen.

Also am besten waldnah plazieren um mit Schaufel und Wasserflasche meinen ersten wichtigsten Bedürfnissen nachgehen zu können. Schauen dass der Kanister immer nachgefüllt ist. Den Schlafplatz schon bei Tageslicht abchecken.

Das Kaffeemachen auf dem Kocher wird zum Glück schnell zur Routine 😊

Ein guter Tipp zum Finden eines guten Stellplatzes ist die App: https://park4night.com

Als nächstes berichte ich euch von meiner Tour zu den Schamanen nach Holland und Ungarn..

Bis dahin Licht und Liebe 🙏

Sandhya

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